From Muttering to Mayhem: How Phillip Johnson Got Me Moving

Behe, M.J. (2006 ) ‘From Muttering to Mayhem: How Phillip Johnson Got Me Moving’ in: Dembski, W.; (ed.) ‘Darwin’s Nemesis. Philipp Johnson and the Intelligent Design Movement’ Leicester, Inter-Varsity Press S. 37-47



Behe beschreibt in diesem Artikel, der für einen als ‘Festrede’ (Dembskis Bezeichnung im Vorwort, p. 21) für Johnson konzipierten Sammelband verfasst wurde, seinen Weg von einem katholischen Christen, für dessen Weltbild Evolution kein Problem war, zu einem überzeugten Verfechter von ID. Nach katholischer Auffassung, wie Behe sie darstellt, ist nur wesentlich, dass Gott geschaffen hat, er kann das auch durch Evolution, allgemeiner, durch Naturgesetze tun.

Die Lektüre von Dentons Evolution: A Theory in Crisis (1985) war für Behe eine Art ‚Erweckungserlebnis‘. Ihm wurde klar, dass er sich bisher noch nie mit kritischen Einwänden gegen Evolution befasst hatte, und dass seine Anerkennung der Evolutionsmechanismen, speziell der Selektionstheorie, mehr auf soziologischen Gründen als auf naturwissenschaftlichen Fakten beruhte. Behe nahm diese Erkenntnis zum Anlass, genauer anhand der einschlägigen Fachliteratur nachzuprüfen, was er warum glaubte und wurde so zu einem Kritiker zumindest der Selektionstheorie. Die Bekanntschaft mit Phillip Johnson machte ihn dann zum überzeugten ID-Anhänger. Im Anhang sind zwei sehr interessante Beiträge aus Science angeführt: eine Kurz-Rezension von Johnsons Darwin on Trial und ein Leserbrief Behes, der dort ebenfalls erschien und in dem er herausstellt, warum Johnson seiner Meinung nach nicht lächerlich gemacht werden sollte.

Dieser Artikel sollte ein Pflichtlektüre für jeden sein, der sich mit den Hintergründen der ID-Bewegung befasst. Nicht nur ‘zwischen den Zeilen’ erkennt man die aufgrund der Verhältnisse in den USA erforderlichen ’strategischen’ Ziele. Es geht darum, zu zeigen, dass ID mit Religion nichts zu tun hat, um sich vom Kreationismus abzusetzen. Das leistet Behe einerseits dadurch, indem er betont, dass für seine Ablehnung der Selektionstheorie religiöse Gründe für ihn als Katholik keine Rolle spielten. Auf der anderen Seite stellt er dar, weshalb ihn Dentons Buch so aufwühlte: angeblich basiert Evolution nicht auf der sicheren Faktenbasis, die nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch Biologen, weisgemacht wird. Das wirkt dann auch auf seine Kritik an Evolutionsgegnern zurück: Behe wirft diesen vor auf diese Argumente gar nicht einzugehen, diese Kritiker würden vor allem persönlich angegriffen.

Literatur

Anonymus (1991) ‘Johnson vs. Darwin’ Science 253:379
Behe, M.J. (1991) ‘Understanding Evolution’ Science 253:951
Dembski, W.; (ed.) (2006 ) ‘Darwin’s Nemesis. Philipp Johnson and the Intelligent Design Movement’ Leicester, Inter-Varsity Press
Denton, M. (1985 ) ‘Evolution: A Theory in Crisis’ , Adler & Adler

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